Wahlprüfsteine zur Bundestagswahl am 24. September 2017

Bildquelle: Tim Reckmann  / pixelio.de

 

Die Kultur- und Kreativwirtschaft erwirtschaftet in Deutschland 64 Milliarden Euro im Jahr – mehr als die Energieversorger und die chemische Industrie. Dennoch ist die kleinteilige und vielfältige Branche ist für die Wirtschaftspolitik nach wie vor schwer zu „fassen“. Welche Bedeutung hat die Zukunftsbranche der Kultur- und Kreativwirtschaft in den Programmen der Parteien? Der Kreativwirtschaft Sachsen-Anhalt e.V. (KWSA) hat nachgefragt:

In den vergangenen Jahren wuchs insbesondere durch die Arbeit der Kultur- und Kreativwirtschaftsverbände in den Städten, Regionen und Ländern Deutschlands sowie durch die Mitglieder des Netzwerkes öffentlicher Fördereinrichtungen für die Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland die volkswirtschaftliche und wirtschaftspolitische Anerkennung der aus vielen Kleinstund Einzelunternehmen bestehenden Kreativökonomie. Welchen Stellenwert nimmt diese Querschnittsbranche im Programm Ihrer Partei ein?

Die Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung hat zum Ziel, „die Wettbewerbsfähigkeit der Branche zu stärken und die Erwerbschancen innovativer kleiner Betriebe sowie freiberuflicher Kreativer zu verbessern“ (www.kulturkreativwirtschaft.de). Seit Einstellung der Regionalberatungen 2014 findet jedoch keine direkte Förderung der Akteure im Rahmen des Programms mehr statt. Wie beabsichtigt Ihre Partei die vorhandenen Bundesmittel zukünftig einzusetzen, um insbesondere die Akteure vor Ort in Sachsen-Anhalt zu unterstützen?

Welche Strukturen gilt es zu entwickeln und welche Förderinstrumente wird eine von Ihrer Partei (mit)getragene Bundesregierung ein- bzw. fortführen?

Welchen Stellenwert hat eine Standortförderung für die Kultur- und Kreativwirtschaft in Sachsen-Anhalt für Sie?

Wie wollen Sie die Branchenverbände der Kultur- und Kreativwirtschaft auf Bundesebene (Kreative Deutschland e.V.) und in unserem Bundesland (Kreativwirtschaft Sachsen-Anhalt e.V.) zukünftig in Ihre Aktivitäten einbinden?

Wie stehen Sie zu der Entwicklung, Unterstützung und Finanzierung eines Kompetenzzentrums für die Kultur- und Kreativwirtschaft in Sachsen-Anhalt durch den Bund und das Land in Zusammenarbeit mit dem KWSA?

Hinweis: Wir haben in allen neun Wahlkreisen des Landes Sachsen-Anhalt ca. 40 Direktkandidaten angeschrieben und um Antworten auf unsere Wahlprüfsteine gebeten. Hier veröffentlichen wir die Antworten, die wir erhalten haben, ungekürzt, unverändert und ohne Wertung oder Sortierung.

Bereits im Mai diesen Jahres hatten wir anlässlich unserer öffentlichen Veranstaltung „Benchmark Kreativwirtschaft“ die Direktkandidaten des Wahlkreises 72/Halle um Antworten gebeten. Die Fragen wichen allerdings von den aktuellen Anschreiben teilweise ab und sind daher gesondert ausgewiesen. Auch haben wir dadurch Kandidaten mit doppelten Antoworten.

 


ParteiBefragungszeitraumVertreterDie Antworten
CDU September 2017Heike BrehmerHeike Brehmer
CDUSeptember 2017Michael RühlmannMichael Rühlmann
CDU September 2017Tino SorgeTino Sorge
Die LINKE September 2017Dr. Petra SitteDr. Petra Sitte
FDP September 2017Andreas SilbersackAndreas Silbersack
FDPSeptember 2017Marcus FaberMarcus Faber
FDPSeptember 2017Frank SittaFrank Sitta
FDPSeptember 2017Jörg SchnurreJörg Schnurre
SPD September 2017Burkhard LischkaBurkhard Lischka
CDUMai 2017Christoph BernstielChristoph Bernstiel
CDUMai 2017Torsten SchweigerTorsten Schweiger
Die LINKE Mai 2017Alexander SorgeAlexander Sorge
Die LINKE Mai 2017Birke Bull-BischoffBirke Bull-Bischoff
Die LINKE Mai 2017Jan KorteJan Korte
Die LINKE Mai 2017Dr. Petra SitteDr. Petra Sitte
FDPMai 2017Frank SittaDr. Petra Sitte
SPDMai 2017Karamba DiabyKaramba Diaby

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