Ergebnisse des Mitgliedertreffens vom 16.11.2012

Mitglieder mit vielen Ideen zur Weiterentwicklung

Das Mitgliedertreffen begann mit einer Besichtigung und Besteigung des Turms der Burg Schlanstedt. Ab halb sechs kamen die rund 30 Teilnehmer dann in der Gaststube zusammen.

 

Nach einer kurzen Begrüßung durch den Vorsitzenden Mike Berghausen gab Schatzmeister Christian Metzeler eine kleine Einführung in die Geschichte des KWSA: der Wunsch, eine unternehmensorientierte Perspektive der Verbandsarbeit zu haben und eine Interessenvertretung für Unternehmen zu haben, stand hierbei an vorderster Stelle. Seit der Gründung Mitte 2010 hat der Verein eine konstant positive Mitgliederentwicklung zu verzeichnen und viele kleine und größere Aktionen durchgeführt oder begleitet: Mitgliederversammlungen und Treffen, einen Corporate Design Wettbewerb, viele Vorstandssitzungen im ganzen Land und vieles mehr. Partner und Sponsoren konnten gewonnen werden, die Reichweite in die Politik wurde gestärkt

Danach lud Michael Garau alle Teilnehmer zu einer kurzen Vorstellungsrunde ein und dazu, ihre Beweggründe für die Teilnahme und Mitgliedschaft zu schildern. Allem voran steht meist der Wunsch nach Vernetzung und Kontaktaufbau. Die Teilnehmer und Mitglieder sind UnternehmerInnen, Freiberufler oder Angestellte aus den Bereichen Innenarchitektur, Gestaltung, Schmuckdesign, Industriedesign, Webshops und Webentwicklung, Autoren, Buchdruck, Beratung im Bereich Social Media, Videoproduktion, barrierefreies Wohnen, Kreativkonzeption, Megapixel-Fotografie, Software & 3D-Engines, Mobile Anwendungen, Musik und anderen. Insgesamt bildete sich das ganze Spektrum der Kreativwirtschaft in Sachsen-Anhalt ab.

Nach der Runde stellte Michael Garau (COGGY) die Kampagne „Faces“ als Arbeits- und Diskussionsgrundlage vor. Dabei soll es im wesentlichen darum gehen, die Mitglieder des KWSA und ihre Fähigkeit öffentlichkeitswirksam im Rahmen einer Online- und Printkampagne zu präsentieren. Nach dem Abendessen schloss sich direkt eine lebhafte Diskussion über die Kampagnenidee und die weitere Verbandsarbeit an. Einzelne Teilnehmer nutzen die Chance zum direkten Gespräch miteinander.

Helmut Stabe von den Buchmachern aus Halle sah bspw. einen wichtigen Fokus in Graswurzelaktionen wie bspw. dem „Kulturprodukt„, die mit kleinem Aufwand auch in anderen Bereichen unternommen werden könnten. Francisco Marchant von Le Marchant aus Magdeburg brachte das Beispiel des „Wirtschaftsballs“ an, bei dem man in lockerer Atmosphäre in direkten Kontakt zu Führungskräften potentieller Kunden treten könne. Musiker Jan Sichting (MD) warf ein, dass Kreative ihren Schuss an verrückter Leidenschaft auch in der Außendarstellung zeigen sollten – das sei schließlich ihre Passion.
Mirko Kisser von celloon (Halle) sieht einen wichtigen Faktor im Kontakt zur Landespolitik, um zielgenaue Förderungen unterstützen zu können, bspw. Messeauftritte, Patent-, Marken- und Geschmacksmusteranmeldungen.

Von vielen Seiten wurde gewünscht, dass es auf der KWSA-Website eine Stellenbörse für Stellenangebote und -suche, Praktikumsvermittlung und eine Mitgliederübersicht geben soll und eine bessere Übersicht über interessante Veranstaltungen im Land. Christian Metzeler (webvariants) warf hierzu ein, dass man hier ggf. mit dem Kreativ-Portal des Landes zusammenarbeiten könne und solle.

Auch wurde eine thematische Veranstaltungsreihe zu Themen wie dem Wert kreativer Arbeit, Preisverhandlung, Rechtsfragen, Vertrieb/Marketing, Forderungsmanagement, Urheberrecht gewünscht. Kritisiert wurde unter anderem die undeutliche Abgrenzung des Vereins zur Landesinitiative und dem Kreativmotor, die beide von oben herab gesteuert und finanziert würden, während der Verband von Unternehmen für Unternehmen organisiert sei. Eine Diskussion über die Namensgebung wäre denkbar. Der Vorstand betonte dabei, dass all diese Ideen sehr begrüßenswert seien, man jedoch auf die Mitarbeit von Vereinsmitgliedern angewiesen sei, um sie umzusetzen. Da alle Arbeit ehrenamtlich erfolge, sei aktive Unterstützung immer gewünscht und notwendig.

Als Fazit des sehr lebhaften Abends mit vielen Diskussionsbeiträgen bleibt: generell stehen alle Mitglieder hinter der Idee des KWSA. Die Kampagne „Faces“ soll detailierter ausgearbeitet und dann gestartet werden. Der Fokus des Vereins ist das ganze Land und keine einzelne Städte. Und weiterhin soll die Vernetzung mit politischen Entscheidungsträgern und der Mitglieder untereinander einen starken Fokus besitzen.

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Von Christian Metzeler

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